Einbauküche einbauen / montieren - Kleiner Leitfaden zur Küchenmontage

Tipps und Tricks, wie man eine Küche einbaut.

> Montage einer Ikea-Küche; Ikea-Küche aufbauen,

Mit Geschick, Geduld und gängigen Werkzeugen können Sie Ihre Einbauküche nach der Lieferung selbst montieren oder beim Umzug ab- und wieder aufbauen.  Diese Anleitung enthält praktische Tipps zur Küchenmontage in Eigenregie. Wenn Sie bisher wenig Erfahrung mit der Heimwerkerei haben, können Sie sich von einem Küchenmonteur oder Fachbetrieb helfen lassen. Ganz allein klappt es ohnehin nicht: Für einige Arbeitsschritte brauchen Sie Hilfe, weil zwei Hände nicht ausreichen.

Gut geplant ist halb montiert

Die richtige Reihenfolge der Arbeitsschritte ist besonders wichtig, wenn Sie Ihre Küche einbauen oder mit einer Einbauküche umziehen. Damit keine Zwangspausen wegen Werkzeug- oder Materialengpässen entstehen, gehen Sie bereits im Vorfeld die folgenden Checklisten durch. Haken Sie alle Punkte ab und ergänzen Sie, was Sie noch für Ihr Küchenprojekt brauchen könnten.

Checkliste Ortsbegehung Küchenaufbau

Bevor Sie eine neue Küche einbauen können, muss der Raum frei und richtig vorbereitet sein. Falls Sie Ihre alteKüche oder die der Vormieter noch benutzen, sorgen Sie rechtzeitig für eine alternative Kochgelegenheit als Übergangslösung. Wie Sie beim Abbau einer Einbauküche vorgehen, können Sie weiter hinten im Text nachlesen.

Folgende Arbeiten sollten vor der Küchenmontage unbedingt abgeschlossen sein:

  • Fachgerechte Entsorgung von Altgeräten, Altteilen und Bauschutt
  • Ausgleichen von Bodenunebenheiten
  • Verlegen von Wand- und Bodenfliesen
  • Installation aller Versorgungsleitungen (Wasser, Abwasser, Strom, Gas)

Beim Entsorgen helfen auf Wunsch die Stadt oder der lokale Küchenmonteur. Köln und andere Städte im Rheinland bieten Sperrmüllabholung vielfach kostenlos an. Die Standorte der örtlichen Recyclinghöfe können Sie dem Branchenbuch entnehmen oder bei der Bürgerhotline erfragen.

Fangen Sie mit dem Renovieren rechtzeitig an, damit Sie nicht in Hektik geraten. Zum Streichen haben Sie zwar notfalls auch später noch Zeit, allerdings müssen Sie dann um die Schränke herumstreichen und bei den Vorbereitungen viel sorgfältiger sein.

Checkliste Werkzeug Küchenmontage

Diese Werkzeuge und Hilfsmittel sollten Sie bereithalten:

  • Bohrmaschine mit Holz-, Metall- und Steinbohrern
  • Akkuschrauber mit Ersatzakku, Ladegerät und Ersatzbits
  • Stichsäge mit Wechselsägeblättern
  • Feinzahnige Handsäge (z.B. Japansäge)
  • Gehrungssäge (für Winkel, Sicht- und Kranzleisten)
  • Schraubendreher- und Schraubschlüsselsatz 
  • Phasenprüfer
  • Schraubzwingensatz
  • Kombizange, Rohrzange, Beißzange
  • Hammer und Gummihammer
  • Winkeleisen
  • Feile und Raspel
  • Kartuschenpresse (für Silikon oder Acryl)
  • Lochschneider und Vorstecher (nur erforderlich, wenn die Spüle noch kein Loch für den Wasserhahn aufweist)
  • Teppichmesser
  • Wasserwaage
  • Zollstock und Maßband
  • Pinsel und Spachtel
  • Schreinerbleistift, feiner Lackstift, Notizpapier
  • Schutzbrille und Arbeitshandschuhe
  • Bauleuchte und Stirnlampe
  • Transporthilfen (Möbelhund, Sackkarre, Ratschgurte, Packdecken etc)
  • Staubsauger und Kehrset

Stocken Sie rechtzeitig Ihr Sortiment auf oder leihen Sie sich im Freundeskreis oder Fachhandel aus, was Sie nicht besitzen.

Checkliste Material Küchenmontage

  • Schrauben und Dübel (unbedingt passend zur Wandbeschaffenheit)
  • Kleine Plastiktüten (für Schrauben etc)
  • Klebeband
  • Sanitärsilikon oder Acryl als Dichtmasse
  • Siegellack oder Epoxidharz zur Kantenversiegelung
  • Holzleim
  • Lösungsmittel zur Reinigung
  • Lüsterklemmen
  • Latten, Leisten, Böcke und Keile (als Montagehilfen und Unterlage)

Keine Liste kann jemals Anspruch auf Vollständigkeit in allen Fällen erheben. Überdenken Sie daher alle Schritte, die bei Ihren spezifischen Orts- oder Situationsbedingungen komplizierter werden könnten, und legen Sie sich für Notfälle einen Plan B zurecht.

Abbau einer Einbauküche

Der Abbau ist natürlich am einfachsten, wenn Sie die alte Küche entsorgen werden. Falls Sie sie jedoch ganz oder teilweise verkaufen oder woanders wieder aufbauen möchten, brauchen Sie Sorgfalt und Geduld, um Schäden oder Verluste zu vermeiden und beim Einbau auch alles wiederzufinden. Machen Sie in diesem Fall schon vor dem Abbau Gesamt- und Detailfotos und dokumentieren Sie auch einzelne Arbeitsschritte.

In dieser Reihenfolge gehen Sie vor:

  • Sperren Sie Wasser, Strom und Gas. (Achtung: Gasleitungen müssen Sie vom Fachmann abklemmen lassen.)
  • Entfernen Sie alle Küchengeräte.
  • Lösen Sie die Möbelschrauben und Verbindungen der Schränke und sammeln Sie sie in kleinen Tüten, die Sie am besten sofort beschriften.
  • Wenn Sie die Wandhalterungen der Hängeschränke lösen, brauchen Sie Hilfe: Bitten Sie jemanden, die Schränke zu halten und mit Ihnen zusammen abzunehmen.

Die Arbeitsplatte ist oft verleimt. Beim Versuch, das spezielle Klebematerial zu lösen, kann sie schwer beschädigt werden. Bei wertvollen Arbeitsplatten lohnt es sich, den Küchenmonteur zu Hilfe zu rufen. 
Wissen Sie bereits, dass Sie für den neuen Raum eine ganz anders geschnittene Arbeitsplatte benötigen, dann achten Sie nur auf Unterbau und Spüle und nehmen Sie die Zerstörung der alten Platte in Kauf, um Zeit zu sparen. 

Sie brauchen die Arbeitsplatte noch und lieben das Risiko? Dann versuchen Sie diese Methode:

  • Lösen Sie zuerst Unterschränke und Spanner von der Arbeitsplatte. 
  • Unterlegen Sie die Platte neben der Leimfuge mit einer Dachlatte (auf dem Unterschrank auflegen) und drücken eine Seite der Platte mit Ihrem Gewicht nach unten. 
  • Bauen Sie langsam Druck auf und helfen Sie vorsichtig mit dem Teppichmesser nach, wenn sich die Stoßfuge zu lösen beginnt. 

Jetzt haben Sie das Schwerste bereits hinter sich, nur wenige Schritte bleiben noch:

  • Fixieren Sie alle beweglichen Teile (Türen etc), die sie nicht ab-oder ausbauen, mit starkem Klebeband.
  • Nummerieren, beschriften und verpacken Sie die Einzelteile sorgfältig für den Transport.

Beim Wiederaufbau gehen Sie in genau der umgekehrten Reihenfolge vor. Sie haben dabei den Vorteil, dass Sie sich mit dieser Einbauküche nun schon auskennen. Wenn Sie beim Wiederaufbau improvisieren müssen und etwa die Stoßkanten nicht mehr perfekt geraten, verdecken Sie unschöne Übergänge nach der Fugendichtung mit geeigneten Leisten oder Verblendungen.

Selbst an der teuersten Einbauküche geht kein Umzug spurlos vorüber. Seien Sie also großzügig, wenn Sie ihre Küche einbauen und sich zum Wiederverwenden der gebrauchten Teile entschlossen haben. Stellen Sie Funktion über Perfektion und betrachten Sie die Mängel als Erinnerungsstücke an Ihren erfolgreichen Umzug mit Küche.

Montage einer neuen Einbauküche

Wenn Ihre neue Küche geliefert wird, haben Sie bereits Platz geschaffen, eine provisorische Kochstelle eingerichtet und alle Lebensmittel in Sicherheit gebracht. Werkzeuge und Materialien haben Sie zur Hand: Es kann losgehen!

  1. Packen Sie alles aus und sortieren Sie vor: Zuerst brauchen Sie die Spülmaschine und die Unterschränke, alles andere bleibt nur in der Küche, wenn Sie woanders keinen Platz dafür haben.
  2. Drehen sie die Unterschränke um und montieren Sie die Füße. Diese sind entweder in einem Extrakarton verpackt oder umgeklappt an den Schränken befestigt.
  3. Entfernen Sie alle sichtbaren Schutzfolien.
  4. Stellen Sie die vormontierten Unterschränke an ihre Plätze. Die Positionen müssen jetzt noch nicht perfekt stimmen.
  5. Falls die Anschlussdose für den Herd von den Schränken verdeckt wird, schließen Sie bereits jetzt ein Herdkabel an bzw. lassen Sie es vom Elektriker anschließen. Unbedingt vorher die Sicherung herausdrehen, falls das noch nicht geschehen ist, und mit dem Phasenprüfer nachkontrollieren.
  6. Positionieren Sie den Geschirrspüler und schließen Sie ihn an die Wasserleitung an. Beim Gebrauch der Rohrzange nicht übertreiben: Nach Fest kommt Ab.
  7. Entfernen Sie sämtliche Schubladen, Auszüge und Sichtfronten von den Schränken, damit Sie bei der Ausrichtung freie Sicht auf die unteren Kanten haben.
  8. Mit der Wasserwaage ermitteln Sie den höchsten Punkt des Fußbodens und richten die Unterschränke dann daran aus.
  9. So verbinden Sie die Unterschränke: Nutzen Sie Schraubzwingen, um die Kanten vor dem Verschrauben bündig zu fixieren, und schützen Sie Oberflächen dabei mit Pappe oder Unterleghölzern. Wenn alles passt, können Sie es verschrauben: Das Grundgerüst Ihrer Küche steht!
  10. Wenn die Arbeiten lange gedauert haben, legen Sie jetzt eine Pause ein bzw. machen Sie für heute Feierabend.
  11. Vermessen Sie Wand und Arbeitsplatte und vergleichen Sie Winkel und Längen.
  12. Passen Sie die Wandkante der Platte bei Bedarf durch Zusägen an. Müssen Sie weniger als 1 cm Material abnehmen, verwenden Sie Handsäge oder Raspel. Schützen Sie die Beschichtung der Platte: Nur von oben nach unten raspeln, vor dem Sägen mit der Stichsäge entlang der angezeichneten Sägelinie abkleben. Wenn alles stimmt, positionieren Sie die Arbeitsplatte auf dem Unterbau.
  13. Legen Sie die Spüle umgedreht auf die Arbeitsplatte und montieren Sie Vorsiphon und Überlauf.
  14. Bringen Sie die Spüle in die richtige Position und markieren Sie diese. Nutzen Sie mitgelieferte Schablonen und Einbauskizzen oder fragen Sie den Küchenmonteur wegen der richtigen Abstände.
  15. Positionieren Sie das Kochfeld auf dieselbe Art. Zur späteren Ausrichtung von Herd, Kochfeld und Abzugshaube zeichnen Sie auch die Innenmaße des Herdunterschranks an.
  16. Vor dem Aussägen der Einbauöffnungen für Spüle und Kochfeld unterlegen Sie die Arbeitsplatte, um den Unterbau zu schützen. Dazu können Sie Verpackungsmaterial (Styropor, Pappe) nutzen. Falls Sie genug Platz und alternative Auflagen (Böcke) haben, können Sie die Platte zum Aussägen herausheben und das Risiko minimieren.
  17. Bohren Sie an den Eckpunkten der geplanten Öffnungen Löcher für das Sägeblatt der Stichsäge. Schützen Sie die Sichtfläche entlang der angezeichneten Sägelinie durch Abkleben. Auf ausreichend breite Auflageflächen achten.
  18. Sägen Sie die Öffnungen aus. Hierzu einige Tipps: Das Splitterrisiko ist am geringsten, wenn Sie die Platte vor dem Sägen herumdrehen. Falls Sie das nicht möchten, achten Sie besonders auf gleichmäßigen Anpressdruck und ruhige Sägeführung. Lassen Sie Helfer die Platte stabilisieren und den Staub absaugen, während Sie sägen.
  19. Tragen Sie Dichtmaterial auf die Auflageflächen auf, setzen Sie Spüle und Kochfeld ein und bringen Sie alle entsprechenden Befestigungsklammern und Schrauben an.
  20. Montieren Sie Wasserhahn und Siphon und schließen Sie die Spüle an Wasserleitung und Abfluss an. Hier kommt der Lochschneider zum Einsatz, falls das Loch für den Wasserhahn noch gebohrt werden muss.
  21. Jetzt können Sie die Arbeitsplatte in sich verleimen und mit dem Unterbau verschrauben. Bringen Sie die Kanten mit dem Gummihammer auf Stoß, solange der Leim noch flexibel ist, und verschrauben Sie erst, wenn alles bündig passt. Die Platte muss überall exakt waagerecht sein. Legen Sie an verschiedenen Stellen noch einmal die Wasserwaage zur Prüfung auf.
  22. Versiegeln Sie die Schnittkanten mit Harz oder Lack.
  23. Holen Sie die Hängeschränke, ermitteln Sie deren Position und zeichnen Sie diese an der Wand an. Planen Sie mindestens 50 cm zwischen Arbeitsplatte und Schrankunterseite.
  24. Befestigen Sie mitgelieferte Halterungen sicher an der Wand. Sind keine mitgeliefert, können Sie Leisten oder Winkel anbringen oder Haken direkt in die Wand dübeln. Die Halterungen müssen absolut sicher sitzen und das Gewicht der vollen Schränke tragen können.
  25. Bringen Sie die Hängeschränke an und richten Sie sie mit der Wasserwaage aus. Neigungswinkel und Seitenhöhen lassen sich mit Stellschrauben an den Beschlägen anpassen. Nutzen Sie hierzu den Handschraubendreher.
  26. Fixieren Sie die Hängeschränke mit Schraubzwingen aneinander und verschrauben Sie sie bündig.
  27. Setzen Sie alle Türen, Schubladen und Auszüge ein.
  28. Montieren Sie einzeln verpackte Beschläge, Griffe etc.
  29. Schließen Sie den Herd an bzw. lassen Sie ihn anschließen.

Jetzt ist Ihre neue Küche betriebsbereit. Prüfen Sie sorgfältig nach, ob alles passt und nichts wackelt. Gehen Sie alle Fugen, Fluchten und Kanten durch, entfernen Sie eventuelle Leimreste und glätten Sie letzte Unebenheiten. Schübe, Türen und Auszüge müssen sich leicht und sicher bewegen lassen. Auch bei eventuellen Nacharbeiten hilft der Fachmann gern.

Falls Sie sich als Wohnort bzw. Schauplatz der Küchenmontage Köln ausgesucht haben, sind wir vor Ort, um Sie zu unterstützen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Arbeiten mit dieser Anleitung und natürlich viel Freude in Ihrer Küche!

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Ihr Christian von Rothenburg,
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